Meldungen

16.09.2013 | Disc Golf

Weißwurstdoubles 2013

Faustdicke ßberraschungen beim Traditionsturnier

Wenn der WSCA wie in jedem Jahr mit Weißwürsten, süßem Senf und Brezen lockt, dann ist beinahe jedem Discgolfer im Lande klar: Es ist wieder Weißwurstdoubles-Zeit in Söhnstetten. Es ist die Pflicht eines Chronisten, zu erwähnen, dass das Turnier komplett ausgebucht war, auch wenn diese Information dem geneigten Leser nur ein müdes "war ja klar" abringen dürfte. WSCA Turniere sind seit vielen Jahren Anziehungspunkt für guten Sport und nette Leute. Für das leibliche Wohl war dank exzellenter Weißwürste und einer großen Auswahl am Kuchenbuffet auch wieder bestens gesorgt. Alles war bereit für einen tollen Tag.

Insgesamt 27 2er Teams gingen in 3 unterschiedlichen Kategorien an den Start. Es gab eine Open Division und zwei Mixed Divisionen, bei denen zwischen Open/Junior Gespannen und Mann/Frau Gespannen unterschieden wurde. Die Wetterprognosen konnten keinen der Teilnehmer ernsthaft abschrecken und bis auf eine kurze Regenphase zu Beginn der dritten Runde und vereinzelte kurze Nieselregen-Einlagen konnte man mit dem Wetter durchaus zufrieden sein.

Traditionell werden beim WWD drei Runden gespielt, wobei die erste und die dritte im "Best Shot" Modus und die zweite Runde im "Alternate" Modus gespielt werden. Beim "Best Shot" werfen beide Teammitglieder und dürfen dann von ihrer besseren Lage aus weiterspielen. Beim "Alternate" muss abwechselnd geworfen werden. Diese Reihenfolge darf nicht verändert werden.

Nachdem die Spieler nach der ersten Runde ins Clubhaus gekommen waren, um Weißwürste zu verspeisen und zu fachsimpeln, gab es erste ßberraschungen. Der sympathische Eninger Markus Moßig hatte mit Ron Howell einen Doublespartner aus dem ßrmel geschüttelt, der kaum jemandem bekannt war, jedoch durch seine Klasse auf dem Parcours mittlerweile jedem Teilnehmer ein Begriff sein dürfte. Die beiden "Dirty Doglegs" ließen auf dem Weg zur perfekten Runde nur 3 Bahnen aus und übernahmen so mit 33 Würfen (12 unter Par) die Führung vor dem Lehmann Duo aus Augsburg (11 unter Par) und den Winkelbeiners aus Reutlingen (10 unter Par).

Nach einem ordentlichen Weißwurstfrühstück ging es dann auf die von vielen gefürchtete "Alternate" Runde. Hier zeigt sich, wie homogen ein Team spielt. Die Scores sind bei dieser Spielvariante fast immer deutlich höher als im "Best Shot" Modus. Einem Team gelang es jedoch, diese Begebenheit zu widerlegen, indem sie ihr Ergebnis aus der ersten Runde bestätigen und somit einen Angriff auf den Titel starten konnten. Die Rede ist von den beiden "Hobbygolfern" Markus Plattek und Peter Gaßner aus Augsburg, die trotz fehlender Spielpraxis auf den Punkt topfit waren.

Der zu erwartende Angriff der stark besetzten Teams in der Open Klasse blieb aus und somit konnten sich nach einer starken Runde von 38 die Lehmänner zwei Würfe vor den Winkelbeiners an die Spitze des gesamten Feldes setzen. Nur einen Wurf dahinter lauerten aber schon die "Dirty Doglegs" und "Z´Schwobaländle" mit Michael Stelzer und Moritz Lang. Die dritte Runde musste die Entscheidung bringen.

Die Bedingungen wurden anfangs der dritten Runde durch teilweise kräftigen Regen schlechter, jedoch kann das einem echten Discgolfer nur ein müdes Lächeln abringen. Dieses Durchhaltevermögen wurde ungefähr zur Mitte der Runde belohnt, denn ab dann konnte man auf die Dienste des Regenschirms verzichten und sich wieder den Freuden des Schönwetter-Golfens widmen.

In der Open Klasse bahnte sich ein Kopf an Kopf Rennen zwischen den beiden führenden Teams an. Beide schafften es, die Runde mit 10 unter Par zu beenden und mussten somit ins Stechen um den Sieg, den nach 4 dramatischen und hochklassigen Bahnen erst durch eine "CTP-Entscheidung" die Dirty Doglegs erkämpfen konnten. Gratulation zu einer tollen Leistung an beide Teams, die speziell im Stechen Nerven aus Stahl bewiesen.

In der Mixed Division konnten die Winkelbeiners an der vorletzten Bahn durch einen 20 Meter Downhill-Putt an Bahn 5 auch den zweiten Wurf auf die Lehmänner aufholen. Die letzte Bahn musste die Entscheidung bringen. Beide Teams konnten jeweils einen ihrer Drives an Bahn 6 parken und somit das Turnier mit dem identischen Score beenden. Da beide in unterschiedlichen Mixed Kategorien gewertet wurden, konnte auf ein Stechen verzichtet werden. Es sollte sich kurz darauf herausstellen, dass beide Mixed Teams mit ihrem Ergebnis auch in der Open Klasse gewonnen hätten, was in der langen Geschichte des WWD ein absolutes Novum darstellt und einige strahlende Gesichter hervorrief. Es wird gemunkelt, ob wohl die Lederhose eines der Spieler etwas mit diesem seltsamen Ausgang zu tun hatteâ?¦ Nach einer stimmungsvollen Siegerehrung mit einer sehr schönen Geste von Michael Stelzer (er überreichte seinen Preis (einen Scheibengutschein) an den strahlenden Dylan Lally) verabschiedete man sich voneinander und es darf vermutet werden, dass sich alle 53 Starter schon aufs Weißwurstdoubles 2014 freuen.

Ted Winkelbeiner

Navigation

WSCA-Meldungen

3.03.2026 | Disc Golf
Advance Approach & Putt Plus 2026
3.02.2026 | Disc Golf
... auf die Eninger Weide

WSCA-Termine

(Details in den jew. Kalendern)