Sportclub Disc Golf Söhnstetten: uneingeschränkt bespielbar (Details)
Skilift: Betrieb in Händen der Gemeinde
Doch der Reihe nach: Wie in diesem Jahr schon fast üblich, standen die Wettervoraussagen für das Disc Golf Wochenende sehr schlecht. Für den Samstag im 1.200 Meter hochgelegen Gunzesried waren sogar Schneeschauer angesagt. Die Disc Golfer des WSCA's waren davon recht wenig beeindruckt und waren nach den ersten beiden von insgesamt drei Runden in der Open und Grandmaster Division auch im vorderen Feld zu finden! Lothar Henseler und Karl-Heinz Warnke fanden sich vor der letzten Runde gemeinsam auf Platz eins wieder. Gesellschaft leistete ihnen Rudolf Haag, sodass die letzte Runde ein wahres und spannendes Finale versprach. Ortwin Pelger war mit zwei konstanten Runden auf Platz sechs " mit allen Aussichten auf Platz vier. Richard Bulla verpatzte Runde zwei und hatte kaum Chancen mit einer guten dritten Runde noch Plätze gutzumachen und ging von Platz sieben aus ins Rennen.
Nicht ganz so dramatisch, aber dennoch sehr spannend, ging es bei den Open zugange. Nach Runde eins ging überraschenderweise Moritz Lang mit einer starken Runde (38) gemeinsam mit " und das fast schon erwartungsgemäß " Michael Stelzer in Führung. Die beiden Söhnstetter hatten aber nur einen winzigen Vorsprung auf drei weitere WSCAler: Dominik Stampfer lag nur einen Wurf zurück, nochmals einen Wurf dahinter der für den WSCA spielende Emanuel Kroll und mit insgesamt vier Würfen hinter den führenden der wieder auf der Tour spielende Christian Schmidt mit einer 42. Die ersten fünf Plätze nach Runde eins in der Hand des WSCA's " und eines konnte man schon sagen: Diese fünf jungen Burschen würden die Plätze auch unter sich ausmachen " es sollte aber noch die ein oder andere ßberraschung geben! Zum Beispiel nach Runde zwei: Stelzer, E. Kroll und Schmidt spielten allesamt dieselbe Runde. Leider war das Ergebnis dieser Runde für keinen der drei zufriedenstellend. In Runde zwei reichte es "nur" zu einer ein unter Par Runde (41). Stampfer hingegen spielte konstant und ohne größere Fehler. So kam er mit einer, bis zu diesem Zeitpunkt, Tagesbestleistung von 37 zurück zum "Caddy-Shack" und setzte sich somit an die Spitze. Für Lang reichte es nur zu einer 42. Christoph Kroll und Florian Knoll, ebenso gebürtige Allgäuer und damit Lokalmatadoren, spielten leider unter ihren Erwartungen. C. Kroll nach Runde zwei insgesamt zwei Würfe über Par (44 und 42) und Knoll bereits acht über Par (47 und 45) fanden sich aber dennoch im vorderen Mittelfeld wieder. Rene Pleil, nach jahrelanger Pause erst seit dem letzten Jahr wieder an der Scheibe, musste leider noch mit seiner Unkonstanz kämpfen. Ohne seine schwächere erste Runde hätte es sicherlich für einen Platz im vorderen Mittelfeld gereicht. Seine 46 in Runde zwei zeigt dies.
In der Damen Division war an diesem ersten Teil der Allgäu Open leider keine WSCAlerin vertreten. Birgit Lingenhel sicherte sich hier den Sieg in Ofterschwang mit zwei Würfen Vorsprung auf Nora Wrobel.
Bei der gut besuchten Junioren Division hatte Dylan Lally wohl am meisten mit dem Kurs zu kämpfen. Für Ihn war es das erste Turnier in Ofterschwang, welches er trotz erschwerten Wetterbedingungen tapfer durchgespielt hat.
In der Masters Division starteten drei WSCAler. Jürgen Taube beendete das Turnier auf einem starken zweiten Platz. Gegen den starken Michael Lüders blieb jeder Angriffsversuch zwecklos. Lüders sicherte sich souverän den ersten Platz! Für Taube dennoch ein Erfolg und mit Platz zwei für ihn absolut zufriedenstellend. Thomas Schubert, vom Pech verfolgt in der ersten Runde, musste sich am Ende mit Platz fünf begnügen. Ohne die schwächere erste Runde wäre ein Platz unter den ersten vier auf alle Fälle möglich gewesen. Auch zum ersten Mal im Allgäu unterwegs war Douglas Lally. Drei konstante aber ausbaufähige Runden reichten ihm schlussendlich zu Platz sieben.
Zwischenzeitlicher Graupel "versüßte" die spannende und alles entscheidende dritte Runde. Bei den Grandmastern ging es bei nur ca. 6 °C heiß her: Karl-Heinz Warnke und Rudolf Haag topten ihre beiden vorherigen Runden und spielten eine für ihre Verhältnisse sehr starke 44! Und der dritte im Bunde? Henseler musste sich mit einer 47 und damit Platz drei begnügen. Es musste also ein Stechen her. Warnke, gewohnt locker, blieb auch im Stechen eiskalt und sicherte sich den Sieg bei der Grandmastern! Der WSCA also zwei Mal auf dem Podest! Pelger konnte zwar noch auf Platz vier aufholen, am Ende fehlten hierzu aber zwei Würfe und er beendete das Turnier auf Rang sechs. Die Lücke zu den oberen Plätzen wird immer kleiner! Bulla zeigte zwar, dass die vorherige Runde nur ein Ausrutscher war, von Platz sieben kam er aber dennoch nicht mehr weg.
Der führende Open-Flight rund um Stampfer, Stelzer, E. Kroll und Lang zeigte unterschiedliche Leistungen. Während Stelzer und Lang teilweise in einigen Situationen Pech hatten und unglücklich agierten, zeigten Stampfer und vor allem E. Kroll blitzsauberes Disc Golf. Stelzer und Lang mussten sich jeweils mit einer Par Runde begnügen, während Stampfer und E. Kroll eine 38, bzw. 37er Runde spielten. Mit dieser fantastischen 37er Runde schob sich E. Kroll an Stelzer und Lang vorbei und landete damit zwischenzeitlich auf dem zweiten Platz! Aber " fehlte da nicht einer der Top Five? Richtig! Christian Schmidt spielte sich im 2. Open-Flight in einen "Birdie-Rausch" und konnte nach dem letzten Putt eine sagenhafte 34er Runde vorzeigen! Diese Runde ist die absolute Tagesbestleistung und gleichzeitig die beste Runde, die je bei den Allgäu Open gespielt wurde. Außerdem reichte diese Runde für den Sprung auf den zweiten Platz! Damit ergaben sich folgende Platzierungen: Dominik Stampfer gewinnt zum ersten Mal die Allgäu Open, gefolgt von Christian Schmidt auf Platz zwei und Emanuel Kroll auf Platz drei. Die Plätze vier und fünf gehen an den Vorjahressieger Michael Stelzer und Moritz Lang.
Das erste Turnier des Wochenendes ist damit Geschichte. Die Wettervorhersagen für den Samstag wurden glücklicherweise nicht wahr und von viel Regen wurden alle Teilnehmer verschont. Doch genau diese Frage, ob das Wetter am Sonntag halten würde, bedrückte wohl alle elf Teilnehmer, die sich gleich nach der Siegerehrung auf den Weg nach Bad Wörishofen machten.
Allgäu Open " Part 2
Schon früh am Morgen wussten alle Teilnehmer des Turniers in Bad Wörishofen, dass der Wettergott an diesem Sonntag leider kein Disc Golfer ist. Dennoch machte man sich gut gelaunt auf den Weg Richtung Kurs. Für alle Söhnstetter war der Ostpark ein völlig ungewohntes Terrain. Kurz geschnittenes Gras, kaum Höhenunterschiede, anstatt Schafen ein Ententeich " so kann man den 9-Bahnen Kurs in Bad Wörishofen beschreiben. Mit Beginn der ersten beiden Runden begann auch das, was alle befürchteten: Regen und vor allem Wind! Viele spektakuläre Würfe gab es aufgrund der windigen Bedingungen zu sehen. Am Besten zurecht kam damit Emanuel "Kurzer" Kroll. Seine 24er Runde, bei diesen Verhältnissen einer sehr starke Runde, brachte ihm zusammen mit seiner 29er Runde einen 2-Wurf Vorsprung vor Dominik Stampfer ein. Nur einen Wurf dahinter " und das überraschend " lag der Weilheimer Sebastian Esser. Wurfgleich auf Platz vier lagen erneut die beiden Söhnstetter Michael Stelzer und Moritz Lang mit sieben Würfen Rückstand auf Kroll.
Erwähnenswert aus der zweiten Runde: Nach einem Trainingsass am vorherigen Samstag, entgegnete Dominik Stampfer Kommentaren wie "Tja, hättest dir das mal lieber fürs Turnier aufgehoben!" mit seinem ersten Turnierass überhaupt auf Bahn vier!
Wie auch bei den Open kämpften in der Grandmaster Division die üblichen Verdächtigen um den Sieg. Warnke und Henseler für den WSCA wollten Rudolf Haag aus München erneut zeigen, wer die Nr. 1 im Süden ist. Nach Runde eins und zwei lag Henseler mit knappem Vorsprung vor Haag und Warnke noch in Front. Aber der Wind, der sollte bei dem Ausgang des Kampfes eine entscheidende Rolle spielen. So war es schlussendlich doch Rudolf Haag, der den beiden WSCA-Assen den Schneid abkaufte. Mit einer starken dritten Runde ging er mit drei Würfen Vorsprung in die letzte Runde, auf der er nichts mehr anbrennen ließ. Die beiden WSCAler Henseler und Warnke hatten mit Platz zwei und drei das Nachsehen. Auch Pelger und Bulla hatten mit den schwierigen Bedingungen zu kämpfen und belegten die selben Platzierungen wie am Tag zu vor (6 und 7).
In der Damen Division hatte der WSCA an diesem Tage eine Vertreterin: Anna Sachanidou. Bei ihrem zweiten GT-Turnier reichte es zu Platz 4. In ihrer noch jungen Disc Golf Karriere spielte sie bei diesen äußerst ungewohnten Windbedingungen konstante Ergebnisse, auf die Sie stolz sein kann.
Bei den Junioren setzte sich Henrik Streit gegen seine Kontrahenten durch und wurde souverän erster. Die Junioren Division war wie die Master Division ohne WSCAler besetzt.
In der Open Division kam es dann zum direkten Aufeinandertreffen der Top Five. Nachdem der Wind und Regen in Runde drei und besonders Runde vier noch einmal auffrischte, wurden auch die Platzierungen nochmals durchgemischt. Vorjahressieger E. Kroll konnte seine Leistungen der ersten beiden Runden nicht halten und musste dem Sieger des Vortags Platz machen. Mit einer starken Schlussrunde von ein unter Par spielte sich Stampfer einen vier-Wurf Vorsprung heraus und sicherte sich erneut einen Wanderpokal. Platz drei hinter Kroll belegte Stelzer, der zwar in den letzten beiden Runden noch sechs Würfe auf Kroll aufholen konnte, doch schlussendlich fehlten zwei Würfe auf den jungen Allgäuer. Auch Platz vier ging an den WSCA: Moritz Lang teilte sich Platz vier mit Sebastian Esser und dem Lokalmatador Franz Rötzsch.
Das schlechte Wetter tat der Stimmung am gesamten Wochenende keinen Abbruch. Für das Team des WSCA ging ein erfolgreiches Wochenende zu Ende. Die Vereinsmeisterschaften werden mit Spannung erwartet. Wer kann sich hier den Titel holen? Stampfer mit seinem dritten Streich? Wer gewinnen will, muss aber zu erst an den beiden "Hausherren" Stelzer und Lang vorbei! Ebenso möchte Ted Winkelbeiner, der Titelverteidiger ein Wort mitreden. Einen spannenden Fünfkampf komplettiert E. Kroll. Wir sind gespannt!
Dominik Stampfer