Wie kann man den Ausblick vom Abwurf an Bahn 1 aufs Steinerne Meer, Kitzsteinhorn und Großglockner in Worte fassen, um der Grandiosität dieser Landschaft gerecht zu werden? An dieser Stelle kann nur auf die Bilder von Dominik Stampfer verwiesen werden, die er auf seiner Facebook Seite gepostet hat. Mit Worten ist die Schönheit und Wildheit der Natur in Zell am See nicht zu beschreiben.
Aus diesem Grunde soll dieser Bericht hauptsächlich bunte Plastikscheiben und deren Werfer zum Inhalt haben. Deren Schönheit und gelegentliche Wildheit kann man besser zu Papier bringen.
Der Schönste, Wildeste und mit Abstand Beste der 63 Starter an diesem Wochenende war mal wieder der WSCA Star Dominik Stampfer, der das Turnier trotz verschlafenem Start letztlich deutlich mit 7 Würfen Vorsprung auf den Zweiten (WSCA Legende Moritz Lang) für sich entscheiden konnte. Den 2. Platz teilte sich der wieder erstarkte Söhnstettener mit den beiden ßsterreichern Wolfgang Pachler und Karl Seper, die um den Titel des österreichischen Staatsmeisters stechen mussten. Den Sieg sicherte sich in dramatischer Manier Wolfgang Pachler, der unter anderem dank neuer Schlagersänger-Frisur zahlreiche neue Fans hinzugewonnen haben dürfte.
Zu den weiteren Highlights des Turniers zählt sicherlich die Leistung von Elmar Stampfer, der auf dem schwierigen Downhill Kurs einen starken 23. Platz verbuchen konnte und nach der ersten Runde sogar 2 Würfe vor seinem Sohn lag und ihm diese Tatsache sicherlich immer wieder gerne aufs Brot schmieren wirdâ?¦
Ein tolles Ergebnis konnte auch Natalie Moßig für sich verbuchen. In dem mit 9 Frauen zahlreich und gut besetzten Feld der Damen erkämpfte sie sich den 2.Platz hinter der überragenden Irmgard Derschmidt, der sie in der zweiten Runde sogar 6 Würfe abnehmen konnte. Ein von starker Nervosität geprägtes Finale verhinderte jedoch einen Angriff auf den Titel, der verdient an die sympathische ßsterreicherin ging.
Bei den weiteren WSCAlern lief es nicht wie gewünscht. Einzig Ortwin Pelger wusste mit solidem Spiel und Runden konstant unter 70 zu überzeugen. Ted Winkelbeiner, Ralph und Jonas Lehmann reihten sich auf den Plätzen 6, 31 und 40 ein.
2012 werden die Schmitten Open wieder statt finden und wer sich dieses Spektakel entgehen lässt, dem ist nicht mehr zu helfen. Denn das Turnier bietet neben atemberaubender Natur und schwieriger Bahnen auch noch eine perfekte Organisation und eine Herzlichkeit, die man in dieser Form anderswo selten oder gar nicht findet. Und welches andere Turnier kann schon von sich behaupten, dass es "ään ßländ Hol" und eine Dropzone hat, die aus "zwa gööbe Huadln" besteht? Für die ßbersetzung stehen Domi, Nata, Mola, Ted, Lemmy etc. gerne zur Verfügung.
Fazit am Ende: Schmitten Open, "Des geht se aus".
Taddäus Winkelbeiner