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6.08.2014 | Disc Golf

WSCA goes USA – Part 2

Nachdem bereits zu Beginn des Jahres mit Michael Stelzer und Christian Schmidt den WSCA bei einem großen Turnier im Mutterland des Disc Golfs vertreten haben, war es nun endlich soweit, dass auch Dominik Stampfer sich diesen Traum erfüllen konnte. Ein Erfahrungsbericht von Dominik Stampfer.

Während meines USA Urlaubs wollte ich an zwei Turnieren teilnehmen. Die Great Hartford Disc Golf Open, ein PDGA A-Tier, und die legendären Maple Hill Open, besser bekannt als Vibram Open, die dieses Jahr wieder als National Tour ausgetragen wurde. Die National Tour ist in den USA die höchste Tour, dementsprechend sollte ich hier auch auf nahezu alle der besten Disc Golfer der Welt treffen.

Die Zeichen standen also perfekt. Die beiden Turniere sollten zu Beginn des Urlaubs, den ich zusammen mit Anna verbringe, im Osten der USA stattfinden. Die Maple Hill Open sollten zuerst stattfinden. Und schon vorab: Dieses Turnier ist mehr als nur empfehlenswert!!

Der Kurs, ist nicht zu vergleichen mit Kursen bei uns in Deutschland. Der Par 60 Kurs hatte einfach ALLES zu bieten. Einen rießigen Wald mit unzähligen Bäumen und engen Fairways, Bergauf und -ab Bahnen, Wasser, offene Bahnen. Nach nur einer Trainingsrunde war für mich schon klar, dass das hier einer der schwersten Kurse ist, die ich je gespielt habe. Allein das Par zu erreichen würde ich schon als Erfolg feiern.

Der erste Turniertag verlief dann auch fast nach meinen Vorstellungen. Ich hatte zwar Probleme in die Runde zu finden, konnte mich aber sehr gut fangen und spielte bis auf eine 7 (!) eine solide Runde und beendete diese mit drei über Par. Das war in anbetracht der 7 zufriedenstellend, zumal ich merkte, dass nur eine Trainingsrunde zu wenig ist. Aber was solls, es sollten noch mindestens zwei Runden auf mich warten. Sollte ich mich unter den besten 72 finden, würde noch eine vierte Runde auf mich warten.

Der zweite Turniertag brachte leider unerwarteten Regen mit sich. Die Bedingungen waren alles andere als einfach und irgendwie erinnerte mich das ganze an mein aller erstes Turnier: Albuch Open 2005. Wer dabei war, weiß wovon ich rede! Diese regnerische Runde beendete ich mit einer 66, was sechs über Par bedeutet. Das war definitiv mehr als mein Ziel, aber aufgrund der schwierigen Bedingungen verlor ich keine Plätze. Als kleiner Vergleich: Der aktuelle 2-fache Weltmeister Paul McBeth spielte nur drei Würfe besser!

Die dritte Runde sollte also spannend werden, aber ganz andere Bedingungen mit sich bringen. Statt Regen hatten wir auf dem Kurs mit starkem Wind zu kämpfen. Der Kurs fühlte sich plötzlich ganz anders an, denn auch im Wald hatten wir viel Wind. Jede Bahn war anders zu spielen als zuvor. Wenn dann auch noch der Putt nicht läuft, ist es natürlich ganz schwer eine gute Runde zu spielen. Ich sammelte also fleißig weitere Würfe, was mir schlussendlich gar eine 67 einbrachte. Mit diesem Ergebnis verpasste ich zu meiner Enttäuschung den Cut der besten 72 Spieler. Dennoch habe ich auf diesem Turnier einiges gelernt, was mich positiv stimmen lässt!

Anstatt die vierte Runde zu spielen, konnte ich den US Pros bei ihren Runden zuschauen. Das war natürlich alles andere als langweilig und es wurde einiges geboten. Schließlich wurde der Ausgang des Turniers mit der Annäherung an der letzten Bahn entschieden und der führende Ricky Wysocki musste Jeremy Koling den Vortritt lassen.

Alles in allem waren die Maple Hill Open ein Turnier vom allerfeinsten. Der Kurs war aller erste Sahne, die Organisation war perfekt, es gab am Abend viele Fun-Events, Livescoring, unzählige Spotter und Helfer und die Stimmung auf dem Turnier war einmalig! Definitiv ein unvergessliches Erlebnis! Nachdem also das erste Turnier schon vorüber war, standen noch die Great Hartford Disc Golf Open auf dem Programm. Das Turnier war „nur“ ein PDGA A-Tier und hatte „nur“ 90 Starter, während die Maple Hill Open 144 Starter hatte. Der Kurs war in einem rießigen Park gelegen der perfekt gepflegt war! Hier sollten dreimal 22 Bahnen absolviert werden. In jeder Runde sollte es aber verschiedene Abwurf- und Korbpositionen geben. Die Trainingsrunde sollte also nicht langweilig werden. Der Kurs hatte wie der bei den Maple Hill Open fast alles zu bieten. Lediglich Wasser gab es hier nicht. Das habe ich aber auch nicht vermisst! So gab es einige Waldbahnen die ganz enge Fairways hatten oder aber Würfe erforderten, die man nicht alltäglich braucht. Es gab jedoch auch viel Bergauf und.-ab, sowie sehr lange Bahnen, bei denen ich oft mindestens 2-3 lange Würfe brauchte.

Der erste Turniertag startete dann gleich mit einer kleinen Überraschung: Ich durfte die erste Runde mit Ricky Wysocki, einem der besten Spieler derzeit, spielen. Zu meiner Erleichterung lief mein Putt recht gut und ich konnte die Runde, abgesehen von ein paar Aussetzern, gut beenden. Mit drei unter Par war ich jedoch dennoch „nur“ im fünften Flight. Das spornte mich wohl noch mehr an, in der folgenden Runde endlich mein Können zu zeigen. Es wurde ein anderes, deutlich schweres Kurslayout gespielt. Ich scherzte noch, dass es wohl eine sehr gute Runde wäre, wenn ich den gleichen Score noch einmal spielen könnte. So war es dann aber auch! Mit einer 67 hatte ich in dieser Runde einen der besten Scores, was mir zu einem großen Sprung auf Platz neun verhalf.

Die dritte Runde spielte ich dann mit Garret Gurthie, einem US-Pro der bereits sämtliche Weitwurfwettbewerbe gewinnen konnte. Auch das war eine super Erfahrung! Leider konnte ich meine gute Leistung vom Vortag nicht wieder abrufen und musste wie bei den Maple Hill Open in meiner Runde eine schmerzende sieben auf meiner Scorekarte notieren. Die Runde endete für mich mit einer enttäuschenden 79. Zugegeben: Dieses Layout der dritten Runde war das schwerste, welches es auf diesem Kurs gibt. Dennoch war das natürlich nicht so, wie ich mir das gewünscht hatte.

Alles in allem konnte ich während den beiden Turnieren nicht meine beste Leistung zeigen. Ich bin mir aber sicher, bei meinem nächsten Besuch in den USA mit den gesammelten Erfahrungen besser an den Start zu gehen!

Ich wünsch euch alles Gute für die Albuch Classics! Viel Glück und denkt dran: Bogeys vermeiden, Birdies kommen von allein!

Text: Dominik Stampfer

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